Varese, die Seen und die UNESCO-Welterbestätten

Varese, die Seen und die UNESCO-Welterbestätten

Diese Gegend ist dank der vielen Seen und Wasserläufe sehr grün. In der Provinz Varese gibt es vier Stätten aus verschiedenen Epochen, die von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurden.

Das Gebiet von Varese, östlich vom Lago Maggiore gelegen erfreut sich besonderer Schönheit und einiger einzigartiger Charakteristiken. Es handelt sich um ein wasserreiches und grünes Gebiet, das sich von den Voralpen bis zur Ebene erstreckt und eine Reihe von Seen verschiedener Größe umfasst: vom Lago di Varese über den Lago di Monate bis zum Lago di Comabbio.

Überdies gibt es zahlreiche Wasserläufe, Flüsse und Bäche, wie Olona, Tessin und Tresa, um nur die wichtigsten zu nennen. Die besondere Morphologie des Territoriums hat größere und kleinere Täler hervorgebracht, darunter die Val Veddasca, die Val Dumentina, die Valcuvia, die Valtravaglia, die Valganna, die Val Marchirolo und die Valceresio. Wunderschöne Landschaften und zahlreiche Villen mit herrlichen Parks warten nur darauf, mit dem Fahrrad entdeckt zu werden.

Aber die Attraktionen der Provinz Varese enden gewiss nicht hier. Wir haben es nämlich mit einer Provinz zu tun, die verschiedene Stätten, die unter besonderem Schutz stehen, zu bieten hat, darunter vier, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören: Der Monte San Giorgio zum Beispiel ist dank tausender Fossilien, die hier gefunden wurden, ein bedeutendes Zeugnis der Evolution unseres Planeten. Auf dem Sacro Monte hingegen – einer von neun dieser Kapellenanlagen und Pilgerstätten, die es in Piemont und der Lombardei gibt – geleiten 14 herrliche Votivkapellen den Besucher bis zur Wallfahrtskirche. Dann wären noch die Pfahlbauten zu nennen, die Teil des größeren Komplexes „Prähistorische Pfahlbauten in den Alpen“ sind. Und schließlich das Castrum von Castelseprio mit dem kostbaren frühmittelalterlichen Freskenzyklus.

Aber auch die Stadt Varese lohnt zweifellos einen Besuch, eine wahre „Gartenstadt“, mit dem Palazzo Estense und seinen Gartenanlagen und der Villa Mirabello, in deren Park hundertjährige Bäume wachsen. Außerdem erwarten die Villa Panza und viele weitere historische und kunsthistorische Zeugnisse den Reisenden.

Eine Tour durch das Gebiet von Varese kann schließlich zum östlichen Ufer des Lago Maggiore zurückführen, an dem die charakteristischen Orte, die sich auf der abwechslungsreichen lombardischen Seite des Sees aneinanderreihen, zur Entdeckung einladen. Wenn man von Süden nach Norden fährt, kommt man nach Angera, Ispra, Laveno Mombello, Luino und Maccagno.