Einsiedelei Santa Caterina del Sasso

Einsiedelei Santa Caterina del Sasso

Ein Besuch des Klosters, das auf einem Felsen oberhalb des Sees thront: Herrliche Ausblicke und die Entdeckung einer Stätte von besonderer künstlerischer und religiöser Bedeutung.

Am lombardischen Ufer des Lago Maggiore erhebt sich steil über dem See, auf dem Gemeindegebiet von Leggiuno, das eindrucksvolle Eremitenkloster Santa Caterina del Sasso. Man erreicht es vom Ufer aus über eine Treppe mit 80 Stufen oder von dem Platz oberhalb des Konvents. Es handelt sich um eines der schönsten und faszinierendsten historischen Denkmäler am Lago Maggiore, das man unbedingt besuchen sollte, schon allein, um den wunderbaren Blick zu genießen.

Das Kloster Santa Caterina del Sasso wurde zwischen dem 13. und dem 14. Jh. erbaut. Es geht auf Alberto Besozzi zurück, einen Kaufmann, der während eines schweren Sturms die hl. Katherina um Hilfe anflehte. Ein vorspringender Felsen im See war seine Rettung und zum Dank stiftet er eine kleine Kirche. Im Laufe der Jahrhunderte hat das Kloster verschiedene Orden beherbergt, von den Augustinern, über die Ambrosianer bis zu den Karmeliten. Heute sind hier Benediktineroblaten zu Hause.

Der Eremo di Santa Caterina del Sasso setzt sich aus drei Gebäuden zusammen, und zwar dem südlichen Konvent, dem kleinen Konvent und der Kirche. Ein aus Spitzbögen geformter Laubengang erwartet die Besucher. Im Kapitularsaal sind wunderschöne Fresken zu bewundern, die eine kunstfertige Restaurierung ans Licht gebracht hat. Der kleine Konvent erhebt sich gegenüber dem Hof mit der Weinpresse aus dem 18. Jh. und weist Arkaden mit Spitzbögen auf. Im Erdgeschoss gibt es überdies das Refektorium, im ersten Stock hingegen die Mönchszellen. Und schließlich ist noch der interne Hof zu entdecken, mit der kleinen Kirche und einem Campanile aus dem 14. Jh. Das Kircheninnere schmücken oberhalb des Altars kostbare Fresken.

Ein Besuch des Klosters Santa Caterina del Sasso lohnt sich nicht nur wegen seiner religiösen und künstlerischen Bedeutung oder der grandiosen Sicht über den Lago Maggiore, sondern auch wegen der außergewöhnlich friedlichen Atmosphäre.